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Satzung

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Förderverein „Pro Milan & Co. e. V.“

Präambel

Der Verein „Pro Milan & Co. e. V.“ führt alle natürlichen und juristischen Personen, Personenvereinigungen, Gesellschaften, Stiftungen, Behörden und Anstalten zusammen, die bereit sind, am Schutz und der Erhaltung sowie der Entwicklung und Förderung von Natur und Umwelt im und um das Gebiet des „Zeitzer Forstes“  und der umliegenden Gemeinden mitzuwirken.

  • Der am 28.12.2016 gegründete Förderverein führt den Namen „Pro Milan & Co. e. V.“ und hat seinen Sitz in Gutenborn. Er wird in das Vereinsregister eingetragen. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

(1) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts “steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung (§ 58 Nr. 1 AO).

(2) Zweck des Vereins ist:

  • die Förderung des Naturschutzes, der naturbezogenen Landschaftentwicklung und der Landschaftspflege durch die Entwicklung von Konzepten zur Erhaltung schutzwürdiger, landschaftstypischer Lebensräume und deren Tier- und Pflanzenwelt.
  • der Schutz der vorhandenen Vorkommen des Rotmilans und Förderung der Wiederansiedlung im und um den „Zeitzer Forst“.

(3) Der Vereinszweck wird u.a. verwirklicht durch:

  • Schaffung eines Biotopverbundes zwischen dem FFH- und Vogelschutzgebiet „Zeitzer Forst“ und dem Naturschutzgebiet „Das Rödel“
  • Förderung des bürgerlichen Engagements in den Gemeinden im Umfeld des „Zeitzer Forstes“ und des NSG „Das Rödel“
  • Zusammenführung aller natürlichen und juristischen Personen, Personenvereinigungen, Gesellschaften, Stiftungen, Behörden und Anstalten, die am Schutz und der Erhaltung sowie der Entwicklung und Förderung von Natur und Umwelt im Gebiet des „Zeitzer Forstes“  und der umliegenden Gemeinden mitzuwirken wollen.
  • Organisation und Durchführung von öffentlichen Veranstaltungen zur Publikation von Entwicklungsplänen des Zeitzer Forstes, Sammeln von Spendengeldern, Gewinnung neuer Mitglieder und Unterstützer.
  • Maßnahmen zur Erhaltung und Pflege der Flora und Fauna sowie zum Schutz und der Vermehrung bedrohter Tiere und Pflanzen im „Zeitzer Forst“ sowie Schutz bei Wiederbesiedlung. Hauptaugenmerk liegt im Artenschutz des Rotmilanbestandes in und um den „Zeitzer Forst“.
  • Zusammenarbeit mit NABU, Deutsche Bundesstiftung Umwelt, dem Rotmilan-Zentrum Halberstadt und anderen Naturschutzverbänden, Fakultäten von Universitäten, Hoch- und Fachschulen, und dem Amt für Natur- und Gewässerschutz des Burgenlandkreises zur Planung eines langfristigen Entwicklungskonzeptes unter Einbindung vieler Bewohner in und um das Gebiet des „Zeitzer Forstes“.
  • Kontrolle der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, Auflagen oder sonstiger Verpflichtungen, die dem Schutz des „Zeitzer Forstes“ als bedeutendes FFH (Fauna-Flora-Habitat) – und Vogelschutzgebiet dienen. Definiert durch EU-SPA 0031 (Special Protection Area) gemäß Art.4 Abs.1 EU-Vogelschutz-RL) mit den Gebietsnummern: 5038-301 und 5038-420 mit einer derzeitigen Gesamtfläche von 2.115 ha.
  • Beauftragung von Rechts- und Fachspezialisten für diese Überwachung der gesetzlichen Vorgaben. Prüfung und Einbringung von Rechtsmitteln gegen vermutete Gesetzesverstöße. Unterstützung auch von Einzelpersonen mit gleicher Interessenlage bei deren rechtlicher Auseinandersetzung mit Behörden und Organisationen o.ä., wenn das Ziel eines Rechtsstreites/Verfahrens/Begehrens dem Zweck des Vereins lt. Satzung entspricht und diesem damit konkret dienlich bzw. förderlich ist.
  • Erarbeitung von Gesetzesvorlagen/-änderungen im Europäischen- und Deutschen Recht, die der Verbesserung des Umwelt-und Naturschutzes dienen und die Bedeutung des „Zeitzer Forstes“ als FFH- und EU-Vogelschutzgebiet stärken.
  • Zusammenarbeit mit den Gremien des Europäischen Parlaments, dem Bundespräsidenten, der Bundesregierung Deutschlands, den Ministerien der Länder, den Land- und Kreistagsfraktionen Sachsen-Anhalts und Thüringens, dem Landrat des Burgenlandkreises, den OB der Städte Gera und Zeitz sowie Medienvertretern und ausgewählten Personen.

Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten grundsätzlich keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins/Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
Alle Inhaber von Vereinsämtern sind ehrenamtlich tätig.
Die Erfüllung des Vereinszwecks geschieht ohne jegliche politische oder konfessionelle Motivation.

(1) Mitglied des Vereins können natürliche und juristische Personen werden.

(2) Das Mitglied muß seinen ständigen Wohnsitz in Deutschland haben; bei juristischen Personen, seinen Sitz oder Niederlassung in Deutschland haben.

(3) Die Mitgliedschaft wird durch den Mitgliedschaftsantrag beantragt. Die Entscheidung obliegt dem Vorstand. Im Falle der Ablehnung entscheidet  die Mitgliederversammlung. Diese Entscheidung ist endgültig.

(4) Der Aufnahmeantrag Minderjähriger bedarf der Unterschrift des gesetzlichen Vertreters.

(5) Die Mitgliedschaft wird nach der Zahlung der Jahresgebühr und der Übermittlung der Satzung per Brief oder Email wirksam.

 (1) Jedes Mitglied ist verpflichtet:

  • diese Satzung zu befolgen
  • die Beschlüsse des Vereins anzuerkennen und für deren Erfüllung zu wirken
  • den Jahresmitgliedsbeitrag fristgerecht zu entrichten
  • sich entsprechend der Beschlüsse zur Gemeinschaftsarbeit einzubringen
  • sich über den Wirkungsbereich des Vereins hinaus für die Belange des Natur- und Umweltschutzes einzusetzen bzw. diese zu befolgen

(1) Jedes Mitglied ist berechtigt:

  • sich am Vereinsleben zu beteiligen
  • an allen Veranstaltungen der Vereins teilzunehmen
  • alle materiellen Güter des Vereins im Rahmen der Vereinsarbeit zu nutzen
  • Vorschläge, die dem Vereinszweck nach §2 dieser Satzung dienen, dem Vorstand, der Mitgliederversammlung oder den Mitgliedern zu unterbreiten
  • neue Aspekte des Natur- und Umweltschutzes einzubringen
  • Verstöße von Mitgliedern gegen den Vereinszweck zu melden

(1) Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss, Streichung oder Tod des Mitgliedes.

(2) Der Austritt ist dem Vorstand gegenüber schriftlich zu erklären. Der Austritt ist unter Einhaltung einer Frist von einem Monat zum Schluss eines Geschäftsjahres zulässig.

(3) Ein Mitglied kann aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn sein Verhalten in grober Weise gegen die Satzung oder die Interessen des Vereins verstößt. Über den Ausschluss entscheidet auf Antrag des Vorstandes die Mitgliederversammlung mit Dreiviertelmehrheit der abgegebenen, gültigen Stimmen. Vor dem Beschluss über den Ausschluss ist dem Betroffenen Gelegenheit zur Äußerung zu geben. Der Beschluss des Ausschlusses ist dem Betroffenen durch den Vorstand bekannt zu geben.

(4) Eine Streichung der Mitgliedschaft ist zulässig, wenn das Mitglied trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung durch den Vorstand mit der Zahlung der Beiträge im Rückstand ist. Die Streichung kann durch den Vorstand erst beschlossen werden, wenn seit Absendung des zweiten Mahnschreibens, das den Hinweis auf die Streichung zu enthalten hat, drei Monate vergangen sind.

(1) Von den Mitgliedern werden Beiträge erhoben. Die Höhe des Beitrages sowie dessen Fälligkeit werden von der Mitgliederversammlung bestimmt.

(2) Die Beiträge sind Jahresbeiträge, sie sind erstmals mit Beginn der Mitgliedschaft nach §4 Abs. (5) fällig. Die jährlichen Beiträge sind bis zum 31.01. des Jahres fällig.

 Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand.

(1) Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, dem Kassierer sowie dem Schriftführer (Vorstand im Sinne des § 26 BGB).

(2) Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch je zwei Vorstandsmitglieder vertreten. Der Vorstand kann diese Vertretung durch Vollmacht deligieren.

(3) Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von 2 Jahren gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich. Er bleibt  bis zur satzungsgemäßen Neuwahl des Vorstandes im Amt. Wählbar sind nur Mitglieder des Vereins, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Verschiedene Vorstandsämter können nicht in einer Person vereinigt werden.

(4) Dem Vorstand obliegt neben der Vertretung des Vereins die Wahrnehmung der Vereinsgemeinschaft nach Maßgabe der Satzung und der Beschlüsse der Mitgliederversammlung.

(5) Aufgaben des Vorstandes sind:

  1. Die laufende Geschäftsführung des Vereins
  2. Die Vorbereitung der Mitgliederversammlungen sowie die Umsetzung der gefaßten Beschlüsse
  3. Die Kontrolle der materiellen Werte des Vereins

(6) Der Vorstand tritt nach Bedarf zusammen. Er ist beschlußfähig, wenn der Vorsitzende oder sein Stellvertreter und mindestens 4 Mitglieder zur Vorstandssitzung anwesend sind.

(7) Gleichberechtigt beschlußfähig zur Vorstandsitzung ist die Vorstandsbesprechung, die mit gleicher Mitgliederstärke besetzt über Konferenzschaltungen zwischen den Teilnehmern abgehalten wird. Das Protokollbuch wird ebenfalls durch einen Teilnehmer geführt; die Zustimmung erfolgt durch eine Bestätigungs-Email und wird so im Protokollbuch vermerkt. Die Bestätigungs-Emails werden archiviert.

(8) Die Beschlüsse des Vorstandes sind in einem Protokollbuch festzuhalten und von dem Vorsitzendem oder Stellvertreter und dem Protokollführer zu unterschreiben.

(9) Der Vorstand kann zeitlich begrenzt für max. 2 Jahre für die Umsetzung bestimmter Schwerpunktaufgaben  weitere Vereinsmitglieder ohne Wahl als temporären Vorstand einsetzen.  Diese Einsetzung dauert längstens bis zur nächsten Vorstandswahl.

(1) Die Mitgliederversammlung findet jährlich im ersten Quartal statt. Sie ist ferner einzuberufen, wenn es das Vereinsinteresse gebietet oder ein Fünftel der Vereinsmitglieder dies schriftlich unter Angabe der Gründe vom Vorstand verlangt.

(2) Mitgliederversammlungen sind vom Vorstand mindestens zwei Wochen vor dem Versammlungstermin schriftlich, per Email einzuberufen. Mit der Einberufung ist gleichzeitig die Tagesordnung mitzuteilen.

(3) Soweit die Satzung nichts anderes bestimmt, ist jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung beschlussfähig.

(4) Bei Beschlüssen und Wahlen entscheidet, soweit die Satzung nichts anderes vorschreibt, die einfache Mehrheit der abgegebenen, gültigen Stimmen.  Zu einem Beschluss, der eine Änderung der Satzung enthält, ist eine Mehrheit von drei Viertel der abgegebenen, gültigen Stimmen erforderlich.  Die Änderung des Vereinszwecks bedarf der Zustimmung von neun Zehntel der stimmberechtigten Vereinsmitglieder.

(5) Die Art der Abstimmung wird durch den Versammlungsleiter festgelegt. Eine schriftliche Abstimmung hat jedoch zu erfolgen, wenn ein Drittel der erschienenen Mitglieder dies beantragt.

(6) Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll anzufertigen, das vom Versammlungsleiter und dem Vorsitzenden zu unterschreiben ist.

(1) Die von der Mitgliederversammlung für zwei Jahre gewählten zwei Kassenprüfer prüfen die Kassengeschäfte des Vereins auf rechnerische Richtigkeit. Eine Wiederwahl ist möglich.

(2) Die Kassenprüfung erstreckt sich nicht auf die Zweckmäßigkeit der vom Vorstand genehmigten Ausgaben. Eine Überprüfung hat mindestens einmal im Jahr zu erfolgen. Kassenprüfer dürfen  keine Vorstandsmitglieder sein.

(3) Der Prüfbericht der Kassenprüfer wird der Mitgliederversammlung zur Abstimmung vorgetragen.

(4) Die Revisoren unterliegen keiner Weisung oder Beaufsichtigung durch Dritte. Sie haben das Recht, an allen Vorstandsitzungen teilzunehmen. Sie dürfen unangekündigt die Kontrolle der Kasse, des Kontos und der Belege vornehmen.

(5) Für alle Entscheidungen, die über die aktuellen Vermögenswerte/Guthaben des Vereins hinausgehen, obliegt ihnen, unabhängig von Punkt (2), auch einzeln, ein Vetorecht gegenüber Vorstand und Mitgliederversammlung.

(1) Die Beschlussfassung zur Mittelverwendung von Beträgen größer 100,-€ erfolgt in schriftlicher Abstimmung der Vorstandssitzung oder Mitgliederversammlung, bzw. via Email mittels  Zustimmung durch Rückantwort der Vorstandsbesprechung. Es entscheidet jeweils die einfache Mehrheit bei einer Mindestteilnehmerzahl größer 50% der Vereinsmitglieder. Alle Abstimmungsergebnisse sind zu protokollieren.

(2) Beträge kleiner/ gleich 100,-€ bedürfen der schriftlichen Zustimmung von mindestens 2 Vorstandmitgliedern.

(3) Die Kassenprüfer sind bei Abwesenheit über alle gefassten Beschlüsse Mittelverwendung schriftlich via Email zu informieren.

(1)   Der Verein kann durch Beschluss der Mitgliederversammlung aufgelöst werden, soweit diese Mitgliederversammlung eigens zu diesem Zweck einberufen worden ist.

(2)  Zur Auflösung des Vereins ist die Mehrheit von neun Zehnteln der abgegebenen, gültigen Stimmen erforderlich.

(3) Die Liquidation erfolgt durch die zum Zeitpunkt der Auflösung amtierenden Vorstandsmitglieder.

(4) Bei Auflösung des Vereins  oder  bei Wegfall der  bisherigen steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins, soweit es bestehende Verbindlichkeiten übersteigt, an den Verein  „Feuerwehrverein Aga e. V., der es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.

(1) Die Satzungsänderung ist in der vorliegenden Form am 13.01.2017 von den Mitgliedern des Vereins beschlossen worden und tritt am gleichen Tag in Kraft.